Crowdfundings zum GRT – 1w6, Zettel-RPG

Wir setzen unsere Reihe mit den Crowdfunding-Erfahrungen von Arne Babenhauserheide fort, der schon mehrfach Druckkosten für seine Beiträge zum GRT durch Community-Unterstützung finanzieren konnte. Auch er hat diese Projekte in seinem Blog dokumentiert; für unsere Umfrage erzählt er von seinen Eindrücken und Gedanken dazu:

 – Was war euer GRT-Projekt, das ihr über Crowdfunding finanziert habt?

Das erste waren 2013 die Flyerbücher:

2015 war es dann das Zettel-RPG, ein Minimal-Einstieg ins Rollenspiel für das Spiel mit Kindern:

Durch einen Gutschein von der Druckerei wegen Problemen beim Druck bestimmter Bilder haben wir mit Zustimmung der Unterstützenden 2016 noch einen Drucklauf einer überarbeiteten Fassung gemacht: Jetzt mit magischen Gegenständen (auf Anregung von Mathias und Frede).

 – Wie sah eure Kalkulation aus? Welche Kostenpunkte gab es? Was habt ihr nicht eingerechnet? (Z.B. Lohn für eure eigene Arbeitszeit…?)

Als Kostenpunkte gab es nur die Druckkosten und den Versand zu uns. Versand zur GRT-Orga haben wir ignoriert, Arbeitszeit auch.

 – Welche Art von Crowdfunding habt ihr genutzt? (startnext, einfacher Aufruf über Forum oder Blog…)

  •  2012 ein selbstorganisierter Aufruf auf unserer Webseite.
  •  2015 startnext.

– Gab es Dinge, mit denen ihr anfangs nicht gerechnet habt?

Die bürokratischen Hürden sind bei Startnext als Neu-Crowdfunder ganz schön hoch. Wenn man eine Deadline hat, hilft es nicht, erst bei der Bank Bestätigungen einholen zu müssen — auch wenn mir das als Finanzierer selbst Sicherheit gibt. Rechnet auf jeden Fall mit mindestens 4 Wochen Puffer — zusätzlich zu den 30% Puffer, die ihr sowieso haben solltet, um unvorhersehbare Verzögerungen abzufangen.

– Welche Vorbereitungen hattet ihr getroffen? Wieviel Vorarbeit war nötig, und wieviel Zeit hat das Crowdfunding im engeren Sinne gekostet?

  • 2012 hat es vermutlich drei Tage gekostet.
  • 2015 würde ich eher mit einer Woche Vollzeit rechnen, auf 2 Monate verteilt.

– Wie lief das Crowdfunding? Wieviel Leute und welche Summe habt ihr erreicht? Gab es Probleme, Überraschungen? Hat das Geld gereicht?

  • 2012: 200€ binnen 4 Tagen von 10 Freunden.
  • 2015: 521€ von 20 Unterstützenden, zur Hälfte vorher Unbekannte.

In beiden Fällen hat das Geld gut gereicht. Wir hätten noch mehr nutzen können, 2012 für höhere Qualität, 2015 für mehr Hefte pro GRT-Paket, aber es war genug, um toll zu sein.

 – Wie ist euer Fazit? War es eine gute oder schlechte Erfahrung?

Die Erfahrung war toll! Von anderen für den Druck der eigenen Werke finanziert zu werden, ist eine andere Qualität, als zu hören, dass die Werke gut sind. Vergleichbar damit, dass Leute sie gezielt auf Cons verbreiten. Also handfeste, greifbare Unterstützung.

Das einzige, was noch darüber hinausgehen würde, ist die Finanzierung der wirklichen Produktion. Aber wenn ich da auch nur 10€ pro Stunde anrechnen würde, hätten wir gut das drei- bis vierfache gebraucht, mit voller Selbstständigen-Rechnung noch mehr. Dass das für den GRT bei unabhängigen (kleinen) Rollenspielautoren zusammenkommt, bezweifle ich.

Bei Verlagen könnte das schon anders aussehen — selbst wenn sie jemanden dafür einstellen und nur die Qualitätskontrolle machen (denn sonst geht jede Zeit, die für GRT-Produkte genutzt wird, von der Zeit für die Hauptprodukte ab).

– Was würdet ihr anderen empfehlen, die überlegen, einen Beitrag zum Gratisrollenspieltag über die Crowd zu finanzieren?

Wenn ihr mehr Geld braucht, als ihr binnen 10 Stunden verdient, ist es das klar wert — selbst dann, wenn die reine Zeit-Kosten-Rechnung nicht aufgeht. Das Gefühl, selbst nicht draufzulegen für das, was ihr produziert, ist es mehr als wert.

Wenn ihr die Zeit dafür habt, lohnt es sich selbst dann, wenn ihr nur kleine Beträge braucht. Denkt daran, dass ihr darüber auch Kontakt zu neuen Leuten bekommt, die sich freuen, ein spannendes Projekt unterstützen zu können. Ihr merkt, dass es Leute gibt, die auf einen Kaffe, einen Döner oder gar ein Abendessen verzichten, um euch zu unterstützen.

Wenn ihr weniger braucht und eure Zeit knapp ist, lohnt es sich eher, ein paar Freunde zu fragen, oder das Geld selbst vorzustrecken. Das habe ich z.B. 2017 bei Menschen würfeln gemacht, das weniger als 100€ für den Druck brauchte

In meinem Fall geht alle Zeit, die ich ins Crowdfunding stecke,¹ meiner Familie verloren, daher sollte das gesparte Geld die aufgewendete Zeit wert sein.

¹: also explizit ins Einwerben finanzieller Unterstützung.

Trotzdem überlege ich für 2018 wieder ein Zettel-RPG über Graswurzelfinanzierung zu drucken. Denn hier bringt zusätzliches Geld signifikanten Mehrwert: Genügend Hefte für alle, die zum GRT kommen. Einen Mehrwert, den wir nicht alleine finanzieren könnten. Und verlässlich zum GRT ein Zettel-RPG liefern zu können bedeutet, dass Leute Runden mit dem Zettel-RPG anbieten können. Was übrigens unbeschreiblich wundervoll ist!

Danke, Arne!

Weitere Crowdfunding-Berichte:
Crowdfundings zum GRT – Ludus Leonis: NIP’AJIN
Crowdfundings zum GRT – jcgames: SpacePirates
Crowdfundings zum GRT – PiHalbe: Visitenkartenrollenspiele

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Crowdfundings zum GRT – PiHalbe: Visitenkartenrollenspiele

Weiter geht’s mit Crowdfunding-Feedback, diesmal von Achim Zien, auch bekannt als PiHalbe. Er weist außerdem darauf hin, dass er ziemlich viele Details bei sich im Blog veröffentlicht hat, inlusive aller Abrechnungen.

 – Was war dein GRT-Projekt, das du über Crowdfunding finanziert hast?

Ich hatte zwei verwandte Projekte: Einmal das Falt-Visitenkarten-Rollenspiel „Rollenspiel, was ist das?“ von mir selbst und einmal die Gewinner des Visitenkarten-Rollenspiel-Wettbewerbs, den ich organisiert hatte.

 – Wie sah deine Kalkulation aus? Welche Kostenpunkte gab es? Was hast du nicht eingerechnet? (Z.B. Lohn für eigene Arbeitszeit…?)

Druckkosten, Versand zu mir, Versand zum „GRT-Zentrum“ habe ich berechnet und das kam gut hin. Keine überraschenden Kosten. Meine Arbeit habe ich nicht berechnet.

 – Welche Art von Crowdfunding hast du genutzt? (startnext, einfacher Aufruf über Forum oder Blog…)

Beide Male habe ich einen einfachen Blog-Aufruf gestartet. Die Mäzene haben mir das Geld per Überweisung oder PayPal im Voraus geschickt. Ich habe anschließend (ohne Verpflichtung) Belegexemplare der Spiele raus geschickt.

 – Gab es Dinge, mit denen du anfangs nicht gerechnet hast?

Nope. Lief alles nach Plan. Die Projekte waren schön klein und handlich.

 – Welche Vorbereitungen hattest du getroffen? Wieviel Vorarbeit war nötig, und wieviel Zeit hat das Crowdfunding im engeren Sinne gekostet?

Das Crowdfunding selbst mit Blogeintrag schreiben, Geld sammeln, Updates schreiben hat mich vielleicht drei Stunden gedauert.

– Wie lief das Crowdfunding? Wieviel Leute und welche Summe hast du erreicht? Gab es Probleme, Überraschungen? Hat das Geld gereicht?

Da ich ein Visitenkartenrollenspiel hatte, waren die Summen echt klein. Ich habe das Geld für den minimalen Drucklauf samt Versandkosten selbst in den Hut geworfen (45€ für 250 Kopien). Alle Beiträge wurden also direkt verwendet um die Auflage größer zu machen. Das hat wunderbar funktioniert. Von einer handvoll Spendern sind nochmal etwa 80€ dazu gekommen, womit wir dann die Maximalauflage von 2000 Kopien geknackt hatten und noch ein Goodie oben drauf legen konnten.

Alles in allem aber eine echt kleine Operation.

 – Wie ist dein Fazit? War es eine gute oder schlechte Erfahrung?

War gut, das nächste Mal würde ich gerne ein etwas umfangreicheres Produkt anbieten können, mit etwas mehr Zeit und etwas mehr Bling, um auch einen größeren Interessenskreis zu erreichen. War aber schön zu sehen, dass Leute mir ihr Geld anvertrauen. Noch schöner, dass dann nachher ein fertiges Produkt in guter Auflage in den GRT-Kartons verteilt wurde.

 – Was würdest du anderen empfehlen, die überlegen, einen Beitrag zum Gratisrollenspieltag über die Crowd zu finanzieren?

Wenn das Projekt klein genug ist, dann ist ein Blogaufruf sicherlich nicht verkehrt, weil es sehr viel Arbeit spart. Ich glaube, es hat geholfen, dass ich die Grundauflage selbst finanziert habe. Wichtig ist (aber das gilt immer), dass Dir die Leute genug vertrauen, dass Ihr Geld in guten Händen ist. Mit Crowdfunding-Plattformen habe ich als Creator keine Erfahrung, insofern mag ich da nichts zu sagen.

Danke, Achim!

Weitere Crowdfunding-Berichte:
Crowdfundings zum GRT – Ludus Leonis: NIP’AJIN
Crowdfundings zum GRT – jcgames: SpacePirates
Crowdfundings zum GRT – 1w6, Zettel-RPG

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Crowdfundings zum GRT – jcgames: SpacePirates

Wir setzen unsere kleine Serie zu GRT-Crowdfunding-Erfahrungen mit Jürgen Mang (jcgames) fort, der 2013 für den ersten GRT einen Quickstarter beigesteuert hat.

– Was war dein GRT-Projekt, das du über Crowdfunding finanziert hast?

Ich habe ein spezielles SpacePirates Schnellstart-Heft produziert. Das
PDF ist noch online, aber nicht mehr auf die aktuelle 5er Version von SpacePirates angepasst. Es enthält Kurzregeln, fertige Charaktere und ein kurzes Abenteuer.
Ideal zum sofort losspielen.

– Wie sah deine Kalkulation aus? Welche Kostenpunkte gab es? Was hast du nicht eingerechnet? (Z.B. Lohn für eigene Arbeitszeit…?)

Meine Kalkulation umfasste nur den Druck, das Coverbild habe ich vom
Grundregelwerk recycelt.

SpacePirates, Cover des Schnellstart-Hefts von 2013

– Welche Art von Crowdfunding hast du genutzt? (startnext, einfacher Aufruf über Forum oder Blog…)

Ich habe einen einfachen Aufruf gestartet über mein Blog, Forum, Facebook, G+ und Twitter.

– Gab es Dinge, mit denen du anfangs nicht gerechnet hast?

Ich hatte mit mehr Beteiligung gerechnet, da ich ja was wirklich sofort spielbares und nutzbares für den GRT produziert habe.

– Welche Vorbereitungen hattest du getroffen? Wieviel Vorarbeit war nötig, und wieviel Zeit hat das Crowdfunding im engeren Sinne gekostet?

Hab quasi keine Vorbereitungen getroffen. Ein Schnellstart-PDF war
sowieso schon vorhanden, ich musste es nur nochmals verbessern und für
den Druck aufbereiten.

– Wie lief das Crowdfunding? Wieviel Leute und welche Summe hast du erreicht? Gab es Probleme, Überraschungen? Hat das Geld gereicht?

Ich hatte 5 Spender zusammen, wobei einer davon abgesprungen ist. Der
größte Teil des Geldes habe ich also selber beigesteuert. Ich sah es
auch als gute Werbemaßnahme für SpacePirates.

– Wie ist dein Fazit? War es eine gute oder schlechte Erfahrung?

Mein Fazit ist leider nicht so gut. Ich hatte kaum Leute die sich am
Funding beteiligt hatten, aber noch viel enttäuschender fand ich, dass
ich quasi kein Feedback durch die Aktion bekommen habe. Ich habe von
keiner einzigen Runde erfahren, die den Schnellstarter auf dem GRT
gespielt hat.

– Was würdest du anderen empfehlen, die überlegen, einen Beitrag zum Gratisrollenspieltag über die Crowd zu finanzieren?

Trotz meiner schlechten Erfahrung damit, versucht was auf die Beine zu
stellen, es kann ja nur besser laufen als bei mir und dem Hobby kann es
nur gut tun.

Danke, Jürgen!

Weitere Crowdfunding-Berichte:
Crowdfundings zum GRT – Ludus Leonis: NIP’AJIN
Crowdfundings zum GRT – PiHalbe: Visitenkartenrollenspiele
Crowdfundings zum GRT – 1w6, Zettel-RPG

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Crowdfundings zum GRT – Ludus Leonis: NIP’AJIN

Etliche Beiträge zu den bisherigen Gratisrollenspieltagen entstanden über Crowdfundings. Da wir annehmen, dass diese Art von Finanzierung auch in Zukunft attraktiv bleibt, haben wir „unsere“ Crowdfunder gebeten, von ihren Erfahrungen zu berichten, damit auch andere davon profitieren können. Und wer weiß, vielleicht entscheidest ja du, deinen Sci-Fi-Abenteuergenerator, ein zweiseitiges Rollenspiel unter Creative-Commons-Lizenz oder einen Schnellstarter zu deinem eigenen Regelsystem für den nächsten GRT beizusteuern, und die Druckkosten über die Crowd zu finanzieren?

Ludus Leonis (coin logo)Wir starten mit Markus Leupold-Löwenthal von Ludus Leonis. In unregelmäßiger Folge veröffentlichen wir dann Feedback von weiteren Crowdfundern.

 

– Was war dein GRT-Projekt, das du über Crowdfunding finanziert hast?

diverse NIP’AJIN Hefte

– Wie sah deine Kalkulation aus? Welche Kostenpunkte gab es? Was hast du nicht eingerechnet? (Z.B. Lohn für eigene Arbeitszeit…?)

Das Crowdfunding sollte die Druck-, Porto&Verpackung- und Illustrationskosten abdecken. Nicht eingerechnet war die Arbeitszeit (Autor, Lektor, Versand).

– Welche Art von Crowdfunding hast du genutzt? (startnext, einfacher Aufruf über Forum oder Blog…)

1x Blog, 3x Startnext

– Gab es Dinge, mit denen du anfangs nicht gerechnet hast?

Eigentlich nicht, lief alles wie erwartet ab. Anzumerken ist jedoch, dass die Auszahlung des Geldes auf Startnext ca 3-4 Wochen nach Ende des Crowdfunders dauert.

– Welche Vorbereitungen hattest du getroffen? Wieviel Vorarbeit war nötig, und wieviel Zeit hat das Crowdfunding im engeren Sinne gekostet?

Zum Aufwand hab ich bereits umfangreich gebloggt, z.b. hier:
http://ludus-leonis.com/blog/2015/05/10/fazit-zum-grt-2015-crowdfunder/ oder hier
http://ludus-leonis.com/blog/2016/02/26/fazit-zum-grt-crowdfunder-2016/

– Wie lief das Crowdfunding? Wieviel Leute und welche Summe hast du erreicht? Gab es Probleme, Überraschungen? Hat das Geld gereicht?

Es ging jedes Mal um rund 1000 Euro, die von so ca. 30 Hauptcrowdfundern gestemmt wurden.

– Wie ist dein Fazit? War es eine gute oder schlechte Erfahrung?

Um bloß die Druckkosten einzuspielen, tuts auch ein Aufruf im Blog – die Community ist aktiv genug um da mitzuhelfen. Das Crowdfunding ist eher eine Werbeaktion, da man so mehr Leute erreichen kann (und in meinem Fall damit die Auflage für den GRT erhöhen kann).

– Was würdest du anderen empfehlen, die überlegen, einen Beitrag zum Gratisrollenspieltag über die Crowd zu finanzieren?

Für ein sauberes Produktprofil + Video viel Zeit einplanen. Nicht erwarten, dass mit dem Crowdfunding-Start nix mehr zu tun sei. Und sich vorher gut überlegen, wie der Versand der Goodies ablaufen wird, denn allein das Packetieren braucht viel Platz und Checklisten, damit nichts vergessen wird. Auch wenns für den GRT ist, erwarten viele Backer da professionelles vorgehen.

Danke, Markus!

Weitere Crowdfunding-Berichte:
Crowdfundings zum GRT – jcgames: SpacePirates
Crowdfundings zum GRT – PiHalbe: Visitenkartenrollenspiele
Crowdfundings zum GRT – 1w6, Zettel-RPG

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News zur Webseite!

Wir haben die Struktur der Webseite etwas verändert. Ziel war eine Vereinfachung.

Dazu gibt es einen neuen Guide zur Organisation von GRT-Event. Dieser Leitfaden dürfte nicht nur für neue Orgas interessant sein. Es sind viele Tipps, die uns als Feedback in der Umfrage zugesendet wurden mit darin integriert.

Neben dem Text „GRT – Was ist das?“ (ursprünglich: „Die Idee“) gibt es jetzt einen kurzen Text zur Zielsetzung, in dem wir erklären, was der GRT erreichen soll.

Wie ist eure Meinung zur Webseite? Sind die Änderungen sichtbar?

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GRT2017 – Umfrage Auswertung – Teil 6 – Thesen

Hier meine 24 Thesen zum GRT2017 auf der Basis der Umfrageauswertung:

  1. Der GRT ist, in der Summe der einzelnen Veranstaltungen, ein großes Event mit tausenden Besuchern, hunderten Neulingen und ca. 400 vor Ort gespielten Rollenspielrunden.
  2. Der GRT aktiviert Neulinge.
  3. Der GRT aktiviert „die Szene“.
  4. Die einzelnen Events können sehr unterschiedlich aussehen. Von einem großen Szenetreffen mit über 120 Teilnehmern bis zum kleinen Rahmen in einer Schule ist alles dabei.
  5. Auf dem GRT wird fast immer auch gespielt.
  6. Manchmal wird dafür Material aus dem Paket verwendet, auch „kleine“ Systeme!
  7. Das Paket kam sehr spät, wodurch konkrete Vorbereitungen vor Ort erschwert wurden.
  8. Mehr Zeit zwischen Eintreffen des Pakets und GRT-Termin würde dabei helfen, dass mehr Material verwendet wird.
  9. Es gab zu wenig Infos im Vorfeld, was genau im Paket enthalten ist.
  10. In einigen wenigen Fällen kam das Paket gar nicht oder verspätet an.
  11. Das Paket enthielt weniger „substanziellen“ Inhalt als in den vorherigen Jahren. Es ist sehr wünschenswert, dass dieser Kerninhalt in Zukunft wieder mehr wird.
  12. Je spieltischrelevanter das Material, desto begehrter ist es.
  13. Je bekannter das Rollenspielsystem, desto begehrter ist das Material.
  14. Je hübscher die Aufmachung, desto begehrter ist das Material.
  15. Poster und andere Gimmicks werden oft auch gerne genommen und gewertschätzt, sind aber eben kein „Kerninhalt“.
  16. Reine Werbeflyer werden kaum registriert.
  17. Ein Produkt sollte mehrfach im Paket enthalten sein (10x als Richtwert), ansonsten ist die Reichweite sehr beschränkt.
  18. Besonders Cthulhu-Schnellstarter und die Old-School-Rollenspielfibel haben ziemlich gerockt dieses Jahr!
  19. Viele Ausrichter wünschen sich mehr Commitment von den Verlagen. Inbesondere Ulisses hat gefehlt.
  20. Viele Ausrichter wünschen sich mehr Aktivität vom GRT-Team.
  21. Da bei Läden die Neukundengewinnung sehr wichtig ist, wünschen sie sich mehr Schnellstarter für bekannte Systeme, sowie schöne Gimmicks, um alte Hasen in die Läden zu bekommen.
  22. Bei den Vereinen wird der Effekt der Vernetzung der Szene am deutlichsten. Der GRT trägt zu einer nachhaltigen Stärkung der lokalen Szenen bei.
  23. Das GRT-Team hat zu wenig für die Bewerbung des Events getan.
  24. Für den Erfolg einer Veranstaltung hat die Werbung vor Ort einen sehr großen Einfluss.
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GRT2017 – Umfrage Auswertung – Teil 5 – Werbeeffekte

Im fünften Teil der Analyse der GRT17-Umfrage werte ich den Werbeeffekt aus, den das Event auf Läden, Vereine und „die“ Community insgesamt hat. Der Wortlaut im Umfrage-Formular lautete „Wie würdest du die Werbewirkung des GRT (2017 und allg.) einschätzen?“ und es gab ein Kommentarfeld zum antworten. Hiervon wurde reichlich Gebrauch gemacht. Zusätzlich habe ich einigen Umfrageteilnehmern per Email Rückfragen zu Unklarheiten gestellt, vielen Dank für eure Zeit! Generell war die Rückmeldung zur Werbewirkung gespalten. Viele Umfrageteilnehmer gaben eine positive Wirkung an, ebenso viele konstatierten eine mittelmäßige oder geringe Werbewirkung. Eine quantitative Auswertung hilft hier nicht wirklich weiter, daher gehen wir sofort ans Eingemachte. Ich werde besonders interessante Rückmeldungen hier zitieren und kommentieren.

Aus den Reihen der Läden kam u.a. folgendes Feedback:

  • Einerseits sehr gut weil es Spieler aktiviert und Neugierige mobilisiert, andererseits ist die Enttäuschung jedesmal groß, weil die wirklich interessanten Dinge in einer viel zu kleinen Stückmenge produziert werden. Wenn man sich also nicht schon eine Stunde vor Geschäftsöffnung anstellt sind die Nuggets weg und das ärgert viele
  • Eigentlich sehr gut, da wir mit den Spielerunden einige interessierte Zuschauer hatten
  • Leider gering. Bei so einem Event müssen alle großen Verlagshäuser (wie z. B. beim Gratis Comic Tag) zusammen arbeiten. Leider haben die großen Verlage sich an diesem GRT2017 gar nicht erst beteiligt. (Ulisses Spiele z. B.)
  • Schlecht, da meist Veteranen zum Abstauben kommen.
  • Schlecht. Da Kunden schon im Vorfeld mit Fragen bezüglich des Inhalts des Pakets da standen und diese nicht beantwortet werden konnten, war der Frust Seitens der Spieler entsprechend groß. Einige Spieler die sehr am GRT interessiert waren sind letzten Endes nicht aufgetaucht und haben später gesagt, das sie anderweitig geplant haben, da man ja nicht gewusst habe was Sache sei.

Auf der einen Seite scheint das Event also Menschen in die Läden zu ziehen. Sogar teilweise so viele, dass Inhalte schnell vergriffen sind. Auf der anderen Seite wird durch konstruktive Kritik Raum für Verbesserungen auf unserer Seite deutlich. Auch wenn wir nicht den großen Hebel haben, werden wir weiterhin versuchen, möglichst alle Verlage mit ins Boot zu holen. Klar, je mehr Verlage sich beteiligen, desto attraktiver wird das Paket und die gesamte Veranstaltung – besonders wenn sehr bekannte Rollenspiele ebenfalls mit dabei sind. Besonders für die Läden macht die kausale Kette „schicke Schnellstarter von bekannten Systemen“ –> „potenzielle Kunden“ sehr viel Sinn. Wenn da aber von einem individuellen Verlag ein „nein“ kommt, dann müssen wir das akzeptieren und weitermachen. Zum letzten Kommentar erhoffen wir uns eine Verbesserung für 2018. Durch die engen Fristen und Zeitpläne war es bisher nicht immer möglich, alle Paketinhalte vorher bei uns auf der Webseite vorzustellen. Einerseits haben wir den Zeitplan für 2018 etwas entzerrt (frühere Einsende-Deadline), andererseits haben wir vor, eine standardisierte „Anleitung“ für Verlage und andere Materialbereitsteller zu schreiben, sodass wir vom Team möglichst früh Informationen und/oder Bilder zu Paketinhalten bekommen. Letztlich ist unser Einfluss aber auch hier begrenzt: wenn ein bestimmtes Produkt erst einen Tag vor Deadline-Ende bei Ralf eintrifft, dann bleibt uns kaum die Zeit dieses Produkt noch vorzustellen. Im Chaos des Paket-Packens, kann sowas dann mitunter auch schonmal völlig untergehen…

Von den Vereinen wurde der Werbeeffekt insgesamt einen Tacken positiver beschrieben. Was der folgende längere Kommentar aus Bonn beschreibt, steht exemplarisch für mehrere Rückmeldungen:

Sehr, sehr hoch:

Es finden im Rahmen des GRT vermutlich mehr Einsteiger- und Test-Runden statt als auf RPC und FeenCon zusammen (das könnt ihr ja dann anhand dieser Umfrage mal verifizieren). [Zahlen gibt es hier (Anm. Andreas)].

Man bemüht sich wirklich um die Neueinsteiger und das Material landet überwiegend auch bei denen, wenn auch manchmal über Umwege.

Auf dem GRT entstehen neue Spielrunden, die sich danach regulär treffen

Der GRT stärkt die lokalen Vereine/Rollenspieltreffs: Wir haben im Schnitt jedes Jahr 3-5 neue „Stamm-Mitglieder“ dazugewonnen, die uns sonst nicht gefunden hätten.

Der GRT generiert neue Spielleiter (siehe unten)

Der GRT generiert neue lokale Conventions: Manchmal kann man es halt nicht abwarten bis zum nächsten GRT 🙂

Es ist immer wieder der Hammer zu sehen, wie der GRT die „Szene“ jedes Jahr erneut revitalisiert. Ich durfte dieses Jahr zum vierten Mal miterleben, wie alteingesessene Runden nach anfänglichem Zögern aus ihren Kellern herauskommen, sich mit viel Begeisterung an das gemeinsame Planen und Ausrichten eines Events machen und wie fast schon mit Euphorie und Spannung auf den Tag hingefiebert wird. Da werden Werbeplakate konzipiert und aufgehängt, Abenteuer geschrieben und getestet, Tischschilder gebastelt, Locations organisiert und die sozialen Medien befeuert was das Zeug hält. Sonst eher scheue Spieler überwinden ihre Zurückhaltung und bieten eigene Runden an. Damit auch für alle was da ist öffnen sonst eifrige Sammler ihre Truhen und ergänzen großzügig das GRT-Paket. Und dafür braucht es am Anfang nur ein, zwei Leute die den Stein ins Rollen bringen. Diesen Effekt, dass sich so viele Rollenspieler füreinander in diesem Maße engagieren und den GRT zu „ihrem“ Tag machen gibt es z.B. bei Conventions, die man primär als Konsument besucht, kaum. Bitte macht weiter!!!Der GRT ist ne super Sache, darum gerne nächstes Jahr wieder!

Wie ich selbst bestätigen kann, ist für Vereine/Clubs oder sonstige Communities der GRT bereits dann ein Erfolg, wenn sich danach ein oder mehrere neue Gesichter bei den Stammtischen, Spieltreffs oder sonstigen Vereinsveranstaltungen blicken lassen. Der GRT kann dazu führen, dass sich in einer Stadt die Rollenspielszene „verdichtet“ und vernetzt. Was das bedeutet, beschreibt der obige Kommentar sehr gut. Bei mir in Paderborn war der GRT2013 der Auslöser für die Vereinsgründung, die mithin zu regelmäßigen Treffs, geselligen Events wie Grillfesten oder Weihnachtsfeiern und auch zur Organisation mittlerweile dreier Convention geführt hat. Um es also mit Franz Beckenbauer zu sagen: „Geht’s raus und spielt’s Rollenspiel“.

Weil es so schön ist, hier noch einige ähnlich geartete Kommentare:

  • Viele unserer Gäste waren von dem Event an sich sehr begeistert und besuchen daraufhin den Verein weiterhin, um Rollenspiele spielen zu können. Auch haben einige daraufhin Rollenspielprodukte gekauft, die durch die Schnellstarter/Flyer/etc. angepriesen wurden (Deutsch-Wagram / Österreich).
  • War das erste Mal, alle, die dabei warn, waren begeistert. Werden wieder mitmachen. Werbewirkung war groß, da es sich quasi um 100% Neulinge handelte (Karlsbad).
  • Ganz gut, konnten ein paar Neulinge fürs Pen&Paper gewinnen und ein paar alte Hasen für neue Systeme interessieren. (Erfurt).
  • recht gut, vor allem lernt man dadurch Spieler für neue Runden kennen und kann Hobbyneulinge einführen (ohne Ortsangabe).

Während einige GRT-Veranstaltungen also richtig gut liefen (durchaus auch in kleineren Orten!), gab es auch von den Vereinen einige (konstruktiv-)kritische Rückmeldungen:

  • Eher gering, es kommen meist Leute, die eh schon Rollenspiel machen.
  • Dieses Jahr wegen fehlendem Plakat war ich ein bisschen enttäuscht und hätte mir ein paar mehr Besucher*innen gewünscht.
  • Bei uns eher gering, wird sind durch unseren überregionalen Verein aber gut bekannt und wahrgenommen.
  • Schöne Aktion, aber leider fehlte bei uns die Werbewirkung vollständig. Was evtl. helfen könnte, wären Flyer und Poster mit der Werbung für den GRT mit einer Freifläche für die Adresse der Location, die dann in örtlichen Geschäften, Schulen o.ä. ausgelegt werden können. Ich hatte selbst ein paar Seiten ausgedruckt und an unser Schaufenster gehängt, aber darauf hat keine einzige Person reagiert. Mit etwas Werbematerial – darf auch ruhig nur als PDF vorliegen – hätte man vielleicht den ein oder anderen Neuling erreichen können.
  • Innerhalb der Szene würde ich sie sehr gut einschätzen. Außerhalb der Szene ist es eher mager. Aber das ist meine subjektive Einschätzung für Magdeburg. Ich möchte für das nächste mal Kontakt zur lokalen Presse aufnehmen und hoffe dadurch eine bessere Präsenz zu schaffen. Zu dem Text für die Presse wären ein paar Fotos nich schlecht. Auch wäre dafür ein Flyer/Poster in verschiedenen Digitalformaten bei dem man nur noch Datum und Location eintragen muss sehr hilfreich.

Ich sehe in diesen Kommentaren zwei Erkenntnisse.

  1. Wir vom GRT-Team waren im Vorfeld des GRT zu ruhig und haben zu wenig die Werbetrommel gerührt. Für ein deutschlandweites Event wie dieses ist die vom Team organisierte zentrale Werbung sehr wichtig.
  2. Zweitens: die Werbemaßnahmen vor Ort sind meiner Wahrnehmung nach noch entscheidender für den Erfolg der jeweiligen Veranstaltung. Wie es ein Kommentator formulierte, wissen die Veranstalter selbst am besten, wie und wo sie werben können.

Zunächst aber zurück zur zentralen Werbung. Einiges wurde hier bereits angesprochen: es würde helfen, wenn wir für das kommende Jahr Plakate bereitstellen können. Unsere Bestrebung ist, nach Möglichkeit diese nicht nur digital zum Download anzubieten, sondern auch einige Exemplare davon in die Pakete zu packen. Das könnte durch ein Sponsoring oder durch ein Crowdfunding realisiert werden. Die Plakate sollen mit anderen Dingen, wie Bannern und aktualisierten Pressetexten ergänzt zu einem „Werbematerialien“-Downloadbereich (den es ja bereits gibt, allerdings nicht auf dem aktuellen Stand).

Grundsätzlich scheint Onlinewerbung sehr effektiv zu sein. Dazu hatte das Fantasy-Kontor Adendorf gute Ideen: für die überregionale Werbung auch die Verlage mehr einbinden kann/sollte. Diese haben alle ihre Newsletter und Seiten in den Sozialen Netzwerken, über die sie enorm viele Menschen erreichen können und z.B. für ihre eigenen Goodies im Paket werden können. Auch Blogger und viele Autoren sind sehr engagiert und als „Multiplikatoren“ geeignet. Danke für diese Ideen! Wir werden das auf jeden Fall im Team diskutieren!

So banal, dass man es fast übersehen könnte, aber nichtsdestotrotz von zentraler Wichtigkeit ist die GRT-Webseite. Explizit hatte ich zu dieser gar keine Frage in der Umfrage formuliert. Dennoch gab es hilfreiches Feedback zur Webseite. Generell wird sich mehr Aktivität (z.B. Infos zum Paketinhalt s.o.) und Updates gewünscht:  Häufigere Karten Updates wären toll. Eine ganze Zeit lang war das falsche (alte) Anmeldeformular noch online. Das Kontaktformular auf der Webseite funktioniert anscheinend nicht. Generell war die Kommunikation teilweise zu wenig oder schwierig. Die meisten Punkte sind uns selbst auch bewusst, allerdings hängt es auch immer stark daran, wieviel Freizeit jedes einzelne Teammitglied  gerade hat. Bei mir war es beispielsweise so, dass ich im März und April nur sehr wenig Zeit für den GRT erübrigen konnte.

Das waren nun drei Bereiche an denen wir vom GRT-Team arbeiten wollen. Kommen wir nun dazu, was die Ausrichter selbst vor Ort an Werbemaßnahmen ergreifen können.

Da der GRT in Leipzig dieses Jahr ein 100%iger Erfolg (Zitat) gewesen ist, habe ich nochmal nachgehakt und netterweise hat mir die Sarah meine Fragen recht detailliert beantwortet:

Zur Werbung haben wir diesmal sogar eine Umfrage durchgeführt, um zu sehen, welche unserer Werbemaßnahmen wirklich Menschen erreicht haben. Beworben haben wir die Veranstaltung per Flyer (in Comic- und Spieleläden Leipzigs), auf Facebook (Vereinsseite und die offene Seite „Leipziger Rollenspieler“) sowie in verschiedenen Foren (Vereinsforum, Tanelorn, Drachenzwinge). Außerdem gab es vor dem Event einen Artikel in der LVZ, der größten Leipziger Zeitung. Bei unserer Umfrage kam dann raus, dass die meisten Leute über Facebook oder Empfehlungen von Bekannten zum GRT gekommen waren. Flyer hatten fast keinen Effekt, Foren noch weniger. Für uns bedeutet das vor allem, dass wir uns nächstes Jahr den Aufwand mit den Flyern (Design, Druckkosten, Verteilen in der Stadt) sparen und dafür die Facebook-Werbung intensivieren werden.

Ergänzend lasse ich Jörg vom Berliner Irrlicht e.V. zu Wort kommen, deren Veranstaltung ebenfalls gut lief. Auch dir, Jörg, vielen Dank für die netten Erklärungen per Mail:

Für uns persönlich lief die Veranstaltung gut, aber das lag auch daran, dass wir selbst Plakate verteilt hatten und im Internet viel Werbung für uns gemacht hatten.Allgemein war das dieses Jahr relativ schlecht, keine große Werbung von der Orga im Netz, kein Poster zum GRT als Download, auch sonst wenig Erscheinung, quasi nur die GRT-Seite. Unsere eigenen Werbemaßnahmen waren nichts ungewöhnliches, Facebook Werbung auch in Spiele-Gruppen, Meetup und diverse Foren, Spielerverzeichnis, auch Spielen allgemein und Fantasy (Comic) etc. Plakate in den Spieleläden in Berlin und speziellen Buchläden. Einfach versuchen viel unterzubringen, wobei online der wichtige Faktor ist. Natürlich auf der Homepage Werbung machen und einen Bereich zum Anmelden machen, das wird gerne angenommen und die Leute legen sich eher Fest zu kommen, wenn sie sehen das die Plätze knapp werden. Fragen beantworten und Leute Alternativen anbieten, wenn etwas nicht klappt. Grundsätzlich ist das System für Newbies nicht so wichtig, verschiedene RPGs anbieten, damit es Abwechslung bei der Wahl gibt.

Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen lokalem Werbeaufwand und Besucheraufkommen. Je mehr Aufwand und Zeit man in die Werbung im Vorfeld investiert, desto mehr Besucher werden zur Veranstaltung kommen. Man kann schon mit recht geringem Aufwand einen guten Effekt erzielen (Werbung in Facebook-Gruppen die lokal verortet sind und Rollenspiel, Brettspiel, Metal oder anderweitig „verwandt“ sind) oder auch mehrere Stunden nur für die Werbung einplanen. Hinsichtlich Flyer kann ich bestätigen, dass sich der Aufwand (Design, Druck, Laufarbeit) oft nicht rentiert, dann lieber ein paar Plakate aufhängen und eine Pressemitteilung an die Lokalmedien herausgeben, dann hat man mitunter auch schon mal die Zeitung oder das Radio auf dem GRT.

Wir werden versuchen, euch mit der Werbung möglichst zu unterstützen, durch Bereitstellung von verwendbaren Materialien und auch mit zentraler Werbung durch das Team, allerdings ist die Werbung vor Ort meines Erachtens noch wichtiger für das Gelingen einer GRT-Veranstaltung und daher unbedingt empfehlenswert.

 

 

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GRT2017 – Umfrage Auswertung – Teil 4 – Kerninhalt des Pakets

Kommen wir zum Kerninhalt des Pakets, dem Material, das sich direkt auch am Spieltisch einsetzen lässt – Schnellstarter, Szenarien, One-Sheets und anderes Zusatzmaterial. Zur Erinnerung: es gab eine Tabelle mit einer 5er-Skala, in welcher die Umfrage-Teilnehmer die Material-Kategorien bewerten konnten („Von XYZ würde ich 2018 gerne mehr sehen im Paket.“)

Beginnen wir mit den Schnellstartern. Das Gesamtbild ist eindeutig. Die Nachfrage nach Schnellstartern ist besonders groß. Fast 9 von 10 Umfrageteilnehmern wünschen sich mehr Schnellstarter im Paket. Alleine die Zahl der ++Rückmeldungen ist mit 74% überwältigend. Die negativen Bewertungen sind vernachlässigbar.

Die Rückmeldungen besonders zum Cthulhu-Schnellstarter waren sehr gut, was die große Nachfrage widerspiegelt:

  • Die Cthulhu-Starter waren das Highlight
  • Cthulhu Schnellstarter gingen schnell Weg
  • Bemerkenswerte Rückmeldung zu einem Cthulhu-Schnellstarter: „“Was, und den darf ich jetzt wirklich einfach mitnehmen? Toll!““
  • Cthulhu-Schnellstarter – Wie jedes Jahr weggegangen wie heiße Semmeln
  • Wir hätten gerne Cthulhu gespielt, aber das Abenteurer war zu umfangreich und zusammen mit dem Fehlen von fertigen Charakteren hätte erstellen und vorbereiten zu viel Zeit gekostet (sowohl die zeit zwischen Erhalt des Paketes war zu knapp um vorzubereiten als auch auf dem Event hätte das Abenteuer den Rahmen gesprengt)

Grundsätzlich sind One-Sheets ebenfalls beliebt, wenn auch nicht im selben Ausmaß wie Schnellstarter-Hefte.  In der Analyse wurde ein bemerkenswerter Unterschied zwischen der Rückmeldung von Läden und von Vereinen/Clubs deutlich. Während 64% der Vereine mehr One-Sheets wünschen (+ oder ++), tun dies nur 26% der Läden.

Auch Rollenspiel-Zusatzmaterialien, die nicht direkt Szenarien oder Schnellstarter sind, werden gewertschätzt. Dazu zählen Produkte wie beispielsweise die Old-School-Rollenspiel-Fibel, Shadowrun-Sammelmappen oder fertige Charaktere. 56% der eingegangenen Rückmeldungen wünschen sich mehr solcher Zusatzprodukte (+ oder ++), während nur 17% keinen Wert darauf legen (- oder –). Auch hier wird deutlich, dass Vereine (71%) tendenziell beträchtlich stärker an diesen Produkten interessiert sind als Läden (41%). Bemerkenswert ist, dass bei den Vereins-Rückmeldungen die Zahl der ++Bewertungen höher ausfällt als die Zahl der +Bewertungen.

Mit der Old-School-Rollenspielfibel war es ein Produkt aus dieser Kategorie, welches die meisten und positivsten Rückmeldungen bekam. Jeder sechste Umfrageteilnehmer machte sich die Mühe, das Kommentarfeld mit einer Anmerkung zur Fibel zu füllen. Persönlich schließe ich mich an und finde es sehr schön, dass die große Mühe, die sich die System-Matters-Leute gemacht haben, auf diese Weise gewürdigt wird!

  • Besonders die Rollenspiel-Fibel hatte es vielen angetan!
  • Fibel (Daumen hoch)
  • Am interessantesten war die Old-School-Rollenspiel-Fibel.
  • Die Old School Fibel war das absolute Highlight.
  • Rollenspiel Fibel war sehr nützlich bzw gerne darauf verwiesen
  • Old-School Fibel ging schnell Weg
  • Old-School-Rollenspiel-Fibel wurde von fast jedem mitgenommen
  • Am besten kamen bei uns die Old-School Fibeln an
  • Old-School-Rollenspiel-Fibel – Is besonders gut angekommen

Komplett ausgearbeitete Szenarien sind sowohl für Vereine als auch für Läden sehr interessant. Nur 9% der Rückmeldenden haben kein Interesse an dieser Produktkategorie (- oder –). Demgegenüber würden 72% gerne mehr ausgearbeitete Szenarien im Paket sehen (+ oder ++).

Es scheint so zu sein, dass vor allem die Läden eine sehr konkrete Vorstellung davon haben, was sie gerne im Paket sehen würden (und was eher weniger): Schnellstarterhefte von bekannten, angesagten Systemen, die sofort verwendbar sind und möglichst potenzielle Kunden anfixen sollen. Das ist nicht negativ gemeint. Auch bei Vereinen und Clubs dürfte dieses Anfixen auf diese Weise besser funktionieren. Alles was nicht sofort und ohne Vorkenntnisse verwendbar ist, wie Szenarien oder One-Sheets,  könnte hier eine zu große Hürde aufbauen und ist eher für Veteranen geeignet. Diese Annahme bestätigt sich nicht nur in den Zahlen. Dazu schrieb mir das Fantasy-Kontor Adendorf:

Aus Sicht eines Händlers (der in nun einmal bin) bedeutet der GRT vor allem auch „Neukunden-Gewinnung“, d.h. ich bevorzuge Goodies im GRT-Paket, welches dafür geeignet ist; also vor allem Schnellstarter von etablierten RPG-Systemen (DSA, Shadowrun) usw.  Produkte, welche z.B. nur Regeln, nur Abenteuer, nur Hintergrund usw. beinhalten sind aus unserer Sicht ungeeignet, neue Spieler zu gewinnen. Etwa 50 % dessen, was in den letzten Jahren im Paket war, war nett für Veteranen, aber für Neulingen eher unnütz. Sachen für die Old-School-Rollenspiel-Fibel sind jedoch super, da sie wiederum nützliches Material zum RP-Background liefern.

Nun will ich noch weitere konkrete Rückmeldungen zur unterschiedlichen Produkten aus den Kommentarfeldern hier wiedergeben:

  • Schnellstarter und Szenarien wurden begeistert auf- und mitgenommen
  • Am besten kamen bei uns die Schnellstarter (z.B. Equinox, Cthulhu, Sarosta) an. Das macht für Neulinge auch aus meiner Sicht am meisten Sinn im Paket und das müssen jetzt auch keine extra für den GRT produzierten sein.
  • Equinox – Wurde an einem späteren Termin bespielt und ist gut angekommen
  • Private Eye, Seelenfänger und Eis&Dampf waren genau richtig um viele kleinere Runden anzubieten, wodurch Besucher eher die Chance hatten verschiedene Systeme und Settings zu probieren.
  • Private-Eye-Flyer – Wurde sofort bespielt
  • Die meisten sonstigen Rollenspielsysteme wurden links liegen gelassen. War laut Meinung der Kunden nichts dabei, was sich mal rentieren würde reinzuschnuppern.
  • nur ein Exemplar (Sarosta) bringt auch nicht viel, da sollten zumindest ein paar im Paket sein.
  • Vom 1W6-Flyer blieb viel übrig – meine Vermutung ist, dass nicht sofort zu erkennen war, was sich darin eigentlich verbirgt („“Menschen würfeln““ ist grammatisch mehrdeutig).
  • Auch vom Rippers-Onesheet waren zig Exemplare im Paket, und  ein ganzer Stapel blieb liegen.

Darüberhinaus gab es noch viele gute Ideen und Anregungen zu möglichen Paketinhalten. In den Kommentarfeldern bestätigt sich das Bild, welches sich in der 5er-Skala-Bewertung bereits abzeichnete. Insbesondere spieltischrelevantes und einsetzbares Material ist gefragt, ganz besonders, wenn es sich um schick aufgemachte Heftchen oder dergleichen handelt:

  • Schnellstarter und Abenteuer wurden insgesamt gut angenommen (auch von unbekannteren Systemen wie Seelenfänger oder Sarôsta). 
  • Schöne Mischung, für mich und die Besucher könnten es mehr Schnellstarter sein, da hier das Interesse am größten war und die Aussicht gleich loszulegen auch.
  • 7te See hätten wir gerne auch ausprobiert, aber aus Mangel eines kompakten schnellstarters inklusive  vorbereitete Charaktere dann davon abgesehen.
  • Gerade für Neulinge wären Produkte wie Splittermond- oder DSA-Schnellstartregeln schön gewesen.
  • Mit Ausnahme der (SEHR wenigen) Schnellstarter war eigentlich NICHTS für Anfänger dabei
  • Mehr Sachen vom „großen“ Ulisses – DSA, Pathfinder, und seien es auch nur Poster etc.
  • Ulisses hat gefehlt
  • Hintergrund und Abenteuerideen für bekanntere Systeme
  • Würfel für die Neulinge (die haben wir selbst beigesteuert und die kamen auch sehr gut an).
  • Was noch im Paket Sinn machen würde wären: Vorgefertigte Charaktere/NSCs/Kreaturen.
  • Insbesondere die weniger oft im Paket vorhandenen, die wir unter großem Gejubel verlost haben (natürlich per W20), wurden gewertschätzt.

Einige der Kommentare beziehen sich auf darauf, wie oft ein Produkt in einem Paket enthalten sein soll. Manche Produkte (z.B. Sarosta) waren nur einmal enthalten, während andere (z.B. Rippers-Onesheet) sehr oft mit drin war. Grundsätzlich ergibt sich hierzu folgendes Bild: je mehr ein Produkt optisch hermacht (Größe, Farbe, Layout, Illustrationen) und je spieltischrelevanter es ist, desto höher ist die Nachfrage. Dabei muss das Produkt nicht unbedingt GRT-exklusiv sein. Etwa der Cthulhu-Schnellstarter wurde auch dieses Jahr wieder stark nachgefragt, obwohl er schon zwei (?) Jahre in Umlauf ist. Allerdings ist die Nachfrage bei neuen, exklusiven Inhalten natürlich etwas höher. Der Bekanntheitsgrad und die Aktualität eines Systems/Settings spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. So wurde in den Kommentaren deutlich, dass viele Ausrichter auch von Besuchern vor Ort nach bekannten Systemen wie DSA oder Splittermond gefragt wurden, zu denen dieses Jahr nichts im Paket drin war oder auch zu aktuellen Systemen wie 7te See, wozu es leider keinen Schnellstarter gab. Um eher unbekannte oder neue Systeme wie Sarosta bekannter zu machen, würde etwa ein kleineres Schnellstarter-Heftchen, von welchem 6 Exemplare in jedem Paket enthalten sind, mehr Sinn machen, als ein umfangreicheres Heft, das nur 1 mal in jedem Paket drin ist – einfach weil man dann mehr Besucher erreicht.

Zum Schluss kommt noch eine Liste mit Produkten, die wirklich auch vor Ort verwendet worden sind:

  • 4x Eis und Dampf
  • 4x Spielmaterial früherer GRTs
  • 3x Cthulhu Schnellstarter
  • 3x Shadowrunkarten
  • 3x Cthulhu Poster
  • 3x Private Eye
  • 2x Savage Worlds Rippers
  • Equinox
  • Karten von 7te See
  • Old School Fibel
  • Seelenfänger
  • 1W6- Flyer

Völlig unkommentiert will ich diese Liste nicht hier stehen lassen. Die Liste gibt wieder, dass in ca. 10% der Fälle vor Ort Material aus dem Paket für Rollenspielrunden verwendet wird. Es sollte nicht vergessen werden, dass bei einigen GRT-Veranstaltungen überhaupt keine Rollenspielrunden stattfanden und dass das Feedback sich nur auf die 55 Rückmeldungen bezieht, die über das Formular eingetroffen sind. Die Verwendung der Karten deute ich so, dass sie von den Veranstaltern als Dekoration genutzt wurden. Die Liste lässt die Aussage zu, dass auf dem GRT tatsächlich auch gespielt wird und dass das Material teilweise auch dafür verwendet wird. Wir vom GRT-Team finden es super, wenn die Produkte auch vor Ort benutzt werden! Wir wollen gerne erreichen, dass nach Möglichkeit mehr vor Ort gespielt wird. Spielleiter brauchen etwas Zeit, um ihre Runden vorzubereiten. Das Paket kam 2017 erst kurz vor dem GRT-Termin bei euch an. Das macht die Vorbereitung schwierig. Genau das haben viele von euch in der Umfrage zurückgemeldet. Wir hoffen euch mit der Entzerrung des Terminplans 2018, bzw. durch eine möglichst frühe Versendung der Pakete unterstützen zu können.

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GRT2017 – Umfrage Auswertung – Teil 3 – Poster und Gimmicks

Ein Teil der Umfrage befasste sich mit dem Paketinhalt. Wir wollten von den Ausrichtern wissen, was gut ankam, was eher weniger gefragt war und auch was vor Ort verwendet wurde. In einer Tabelle sollte man die unterschiedlichen Materialien-Kategorien auf einer 5er-Skala (- -,  -,  0,  +,  ++) bewerten. Der Wortlaut war: „Von folgenden Produkttypen würde ich gerne mehr sehen beim GRT2018…“. Grundsätzlich war sämtliches Feedback sehr willkommen und viele Ausrichter haben regen Gebrauch von der Kommentarfunktion gemacht und sehr konkrete Punkte benannt. Die Grafiken in diesem Thread beziehen sich auf die Eingaben in der 5er-Skala-Tabelle.

Die gesamte inhaltliche Auswertung in einen Thread zu bekommen, wird schwierig. Ich will daher auf zunächst die „netten Gimmicks“ eingehen: Poster, Aufkleber, Flyer und digitale Inhalte. Die „zentralen“ Inhalte wie Schnellstarter, Szenarien, One-Sheets und Zusatzmaterial folgen dann in wenigen Tagen.

Die Poster werden als nettes Beiwerk angesehen. Auch wenn sie kein am Spieltisch nutzbares Material darstellen, werden sie von Besuchern oft gern mitgenommen. Bei den Aufklebern sieht die Bewertung weniger gut aus.

 

Hier die Kommentare zu Postern und Aufklebern, die im 2017-Paket enthalten waren. An sich finde ich es bemerkenswert, dass so viele Ausrichter sich die Zeit nahmen, schriftliche Kommentare zu diesen Inhalten zu verfassen. Sie kamen überwiegend gut an, besonders das Cthulhu-Poster:

  • Aber auch die Shadowrun Poster und das Cthulhu Poster fanden viele Abnehmer.
  • Poster waren sehr beliebt.
  • Shadowrun-Karte waren das Highlight
    Am interessantesten war das Cthulhu-Poster
    Die Karten kamen super an und auch der Aufkleber
  • Am beliebtesten war das Cthulhu-Poster.
    Die Shadowrun- und 7te-See-Posterkarten fanden kaum Anklang, während das Cthulhuposter weg ging
  • Cthulhu-Poster – große Klasse… hängt jetzt bei einigen eingerahmt an den Wänden
  • Das ADL-Poster und das Cthulhu Poster waren sehr beliebt. Die Karte von 7th Sea war eher unberührt.
  • Die Pegasus-Poster waren dieses Jahr ein Highlight

Ein Kommentator schrieb, dass sogar auf seiner kleineren GRT-Veranstaltung die Poster sehr gerne mitgenommen wurden und großenteils hinterher weg waren. Besonders Pegasus darf also die Rückmeldung mitnehmen, dass sich der Aufwand für die Poster (Produktion & Extra-Versand) lohnt! Auch wenn viele Besucher die Poster nicht als zentral erachten, werden sie gerne mitgenommen und gewertschätzt.

Eine gespaltene Rückmeldung gibt es zu rein digitalen Produkten, wie beispielsweise exklusive Downloads für den GRT. Zwar wünscht sich jeder fünfte Ausrichter mehr digitale Produkte für 2018, allerdings gab es in den Kommentaren kaum Hinweise darauf, wie diese genutzt bzw. rezipiert wurden. Wobei das auch damit erklärt werden kann, dass es schwierig ist, eine CD oder einen Download vor Ort zu verwenden.

Nach Werbe-Flyern und anderem Promomaterial hatte ich in der Umfrage nicht explizit gefragt, da ich sie nicht als essenziell für das Paket erachte. Dennoch gab es in den Kommentaren Rückmeldung dazu, die vielleicht für die Verlage und die anderen Materialspender interessant ist:

zu viele Games Orbit Magazine

Massenhaft GamesOrbits sind auch liegengeblieben

Flyer kam man sich sparen

Kleinere Flyer, Aufbewahrungsmappen und ältere Magazine blieben eher liegen.

Einzelne kleine Flyer waren uninteressant für Neurollenspieler und wurden zur Seite geschoben. Alte Hasen haben sie zwar registriert, sie aber nicht unbedingt mitgenommen.

FUK-Flyer und Spielerbörsen-Flyer blieben viel liegen

Ich selbst kann das als GRT-Ausrichter auch für die vergangenen Jahre bestätigen. Insbesondere die Anzahl der Games-Orbit-Magazine ist zu hoch bemessen. Reine Werbe-Flyer werden eher wenig beachtet, weil sie keinen Spielwert vor Ort haben. Aber vielleicht könnte man das ja ändern? Man nehme einen A5-Flyer. Auf die Vorderseite kommt die Werbung. Die Rückseite könnte man nutzen, um spielrelevantes Material bereitzustellen. Möglichkeiten gingen von einer Relationship-Map über One-Sheet-Kurzszenarien bis hin zu ausgearbeiteten Charakteren. Man darf hier kreativ sein und seinen eigenen Flyer aufwerten. Dann werden mehr Besucher auch einen zweiten Blick darauf werfen. Oder ihr schließt euch zusammen und macht statt vieler einzelnen Flyer in Kooperation ein Heftchen, das unter anderem auch etwas spieltischrelevantes Material enthält. Wir stehen für so etwas gerne als Vermittler zur Verfügung.

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GRT2017 – Umfrage Auswertung – Teil 2 – Paket-Probleme

In der Umfrage hat sich ein Gefühl bestätigt, das wir im Team bereits vorher an verschiedenen Stellen im Internet bekommen hatten. Der Paketinhalt 2017 wurde als etwas dürftiger empfunden als in der Vorjahren. In den Kommentarfeldern ging jeder fünfte Umfrageteilnehmer auf das „Preis-Leistungsverhältnis“ der Pakets ein.

Die Kommentare reichen von war schonmal besser, über Frechheit bis zu kleiner als in vorherigen Jahren aber es waren trotzdem viele interessante Sachen dabei.

Etwas präziser meint ein Kommentator, dass es zuviel Kleinkram wie Lesezeichen oder Aufkleber. Zu wenig spielbares, neues Material gab. Ein anderer geht in eine ähnliche Richtung: Generell relativ viel Werbung im Verhältnis zum „interessanten Inhalt“ vor allem, wenn man den Preis bedenkt.

Meines Erachtens trifft es diese Beurteilung ganz gut. Zwar gab es ein recht voluminöses Paket (bzw. sogar zwei, das von Pegasus versendete Paket gehört ebenfalls zum „offiziellen“ GRT-Paket), allerdings war recht viel Inhalt nicht am Spieltisch verwendbar und ein substanzieller Anteil sogar reine Promo in Form von Flyern, Magazinen oder ähnlichem.

Neben dieser Kritik zum Inhalt haben sich einige Ausrichter über Sachverhalte beklagt, die mit Versand und Logistik zu tun haben. Jeweils drei Umfrageteilnehmer berichteten, dass entweder das GRT-Paket, das von Ralf verschickt wird, oder das Pegasus-Paket nicht bekommen haben. In einem Fall kam das Paket zu spät an, weil der Versand in die Schweiz zu lange gedauert hat.  Bezüglich Logistik wurde bemängelt, dass Inhalte fehlten (z.B. Karten oder die CD). Zur CD können wir sagen, dass nur etwa jedes zweite Paket eine solche enthielt, es waren schlicht nicht mehr CDs zum Verteilen da. Generell zeigt sich hier allerdings, dass die Logistik recht gut funktioniert. Es gab keine groben Ausrutscher und wichtige Inhalte waren überall enthalten.

Die Probleme mit dem Versand haben wir intern bereits besprochen. Ein Problem 2017 (und in den vorherigen Jahren) war, dass das GRT-Paket immer erst sehr knapp vor dem GRT-Termin versendet werden konnte. Wenn dann mal versandtechnisch etwas schiefgeht, haben wir keine Zeit mehr um zu reagieren. Deshalb haben wir uns für 2018 vorgenommen, die Pakete ca. 3 Wochen vor dem GRT-Termin zu versenden. Hoffentlich können wir diesen Vorsatz einhalten.

Auch beim Inhalt wollen wir vom GRT-Team Verbesserungen anregen. Da wir auf Material angewiesen sind, das uns von Verlagen und Einzelpersonen zur Verfügung gestellt wird, ist unser Einfluss recht begrenzt. In weiteren Teilen der Auswertung werde ich hierauf noch eingehen. Soweit: eure Rückmeldungen mittels der Umfrage sind uns auch dabei eine Hilfe!

Bei aller (berechtigten) Kritik will ich aber auch noch sagen, dass wir vom GRT-Team (also Moritz, Karsten, Ralf, Jonas und ich) keinen einzigen Cent mit dem GRT verdienen. Alles, was ihr für das Paket bezahlen müsst, verwenden wir für Versand und Verpackung. Von dem Geld, was danach noch übrig ist, spendiert Ralf seinen Versandhelfern etwas zu essen als Dankeschön. Das war es dann auch schon.

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