In zehn Schritten zur erfolgreichen Pressearbeit für den Gratisrollenspieltag

Von Joni stammen die folgenden Hinweise für eine erfolgreiche Pressearbeit. Er hat uns auch noch eine zweite Vorlage für eine Pressemitteilung geschrieben, die ihr auch verwenden könnt.

So, Ihr wollt also die Lokale Presse davon überzeugen, den Gratisrollenspieltag anzukündigen? Sehr gut! Aber wie tritt man an so einen Redakteur überhaupt heran? Wie schafft man es, einen Pressetext oder einen Termin in einer Zeitung unter zu bringen? Um Eure Erfolgschancen zu erhöhen, habe ich einige Tipps und Ratschläge zusammengestellt:

  1. Redakteure bei Tageszeitungen bekommen täglich echt viele eMails, allesamt von Leuten, die ihre Texte gerne gedruckt sehen wollen. Ihr müsst also aus der Masse dieser “Bittsteller” herausragen.
  2. Zunächst einmal müsst Ihr die eMail-Adresse der jeweiligen Lokalredaktion herausfinden. Achtet darauf, dass Ihr nicht versehentlich eine Mail an das falsche Ressort schickt oder an die Internetredaktion. Am besten, Ihr besorgt Euch eine gedruckte Ausgabe und schaut dort im Lokalen Impressum nach!
  3. An die eMail-Adresse schickt Ihr eine eMail mit einem klaren Betreff. Keinesfalls nur “Pressemitteilung” oder so etwas hinein schreiben, das ist 08/15 und wird schnell überlesen. Auch sollte der Betreff nicht zu lang sein und eventuell schon einmal einen Hinweis auf die Stadt oder die Gemeinde beinhalten – denn wenn Lokalredakteure merken, dass etwas bei Ihnen stattfindet, gucken sie gleich zweimal hin.
    Beispiele: “PM: Neuer Spieletag in Böblingen” oder “Gratisrollenspieltag in Böblingen”. Schickt die eMail idealerweise etwa ein bis zwei Wochen vor der Veranstaltung los.
  4. Ein oder zwei Tage, nachdem die eMail raus ist, ist es sinnvoll, kurz in der Redaktion anzurufen. Lasst Euch zum für den jeweiligen Ort zuständigen Redakteur durchstellen und fragt freundlich nach, ob die eMail angekommen ist. Falls nein (was meistens bedeutet: verschlampt!): Bietet freundlich an, sie noch einmal zu schicken. Tut dies und meldet Euch dann später noch einmal. Falls Ja: Fragt freundlich, ob die Zeitung die Veranstaltung denn ankündigen kann und wird.
  5. Lokalredakteure reagieren auf Schlüsselreize. Neben der Tatsache, dass etwas vor Ort stattfindet, stehen sie auf Ehrenamtliches aller Art – schon allein, weil die Anzeigenabteilung dann nicht so nervt. Erwähnt also ruhig, dass der Gratisrollenspieltag von ganz vielen Ehrenamtlichen und Vereinen getragen wird, niemand damit Geld verdient und man zahlreiche “junge Leute von der Straße” holt. (Naja, vielleicht tragt Ihr nicht ganz so dick auf… aber der Ansatz ist klar, oder?)
  6. Sollte der jeweilige Redakteur noch Fragen haben, beantwortet sie kurz und präzise, legt Euch vielleicht schon drei Sätze zurecht, um kurz und knapp zu erklären, was Rollenspiele sind. Journalisten haben wenig Zeit und eine kurze Aufmerksamkeitsspanne. Langweilt sie nicht! Seid präzise!
  7. Hoffentlich habt Ihr den Mann oder die Frau nun am Haken. Lehnt Euch zurück und lest täglich Zeitung. Irgendwann in den kommenden Tagen wird Eure Ankündigung erscheinen. Falls Ihr eine Abfuhr kassiert, reagiert professionell und macht ein Angebot. Sagt so etwas wie: “Schade, aber vielleicht lesen Sie die Pressemitteilung noch einmal und überlegen es sich noch. Ich stehe für Rückfragen zur Verfügung.” Oder: “Gerade ist es wohl ungünstig. Kann ich mich morgen noch einmal melden?” Vielleicht haben die Zeitungsleute einfach Stress an diesem Tag, der nichts direkt mit Euch zu tun hat!
  8. Falls Ihr eine Zusage habt, aber dennoch nichts erscheint – ruft einfach noch einmal kurz an oder fragt per Mail nach, die Kontaktdaten des Zuständigen habt Ihr ja jetzt. Wahrscheinlich ist Eure Ankündigung nur vergessen worden und wird nachgeholt.
  9. Wenn Euch das gedruckte Wort allein nicht reicht: Alle Zeitungen haben heutzutage Internetseiten und viele haben Facebook-Auftritte oder tummeln sich in anderen sozialen Netzwerken. Fragt nach, ob man den Gratisrollenspieltag in Eurer Stadt auch dort ankündigen könne – mit Blick auf das Alter des Zielpublikums ist das wahrscheinlich auch sehr sinnvoll!
  10. Eventuell wird der Wunsch von Seiten der Redaktion aufkommen, über den eigentlichen Gratisrollenspieltag aktuell zu berichten, über eine Ankündigung hinaus. Das ist natürlich toll! Achtet aber darauf, dass die Reporter in dem jeweiligen Geschäft oder der Lokalität willkommen sind, indem Ihr zum Beispiel den Ladenbesitzer informiert, sofern Ihr das nicht selbst seid. Seht außerdem zu, dass ein Ansprechpartner bereit steht, der Fragen der Journalisten beantworten kann. Und seid Euch darüber im Klaren, dass vielleicht fotografiert wird – warnt schüchterne Spieler entsprechend vor und passt auf, dass keine Minderjährigen ohne Einverständnis der Eltern auf den Bildern zu sehen sind!

Und nun: Viel Erfolg bei der Pressearbeit für den Gratisrollenspieltag!

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4 Kommentare zu In zehn Schritten zur erfolgreichen Pressearbeit für den Gratisrollenspieltag

  1. Andreas sagt:

    Top Text! Danke dafür!

  2. greifenklaue sagt:

    Gute Tippsammlung, Go for GFT!

  3. angband sagt:

    Danke!

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